
Mögliche Komplikationen bei einer Haartransplantation
Haartransplantationen werden in der Regel gut vertragen, aber in der ersten Woche können vorübergehend Schwellungen, Rötungen und leichte Blutungen auftreten. Seltener treten Infektionen, Follikulitis (pickelartige Beulen), Taubheitsgefühle und ungleichmäßiges Wachstum auf, wenn einige Transplantate nicht überleben. Die Wahl eines erfahrenen chirurgischen Teams und die genaue Befolgung der Nachsorgeanweisungen verringern das Risiko.
Inhaltsverzeichnis
Ist eine Haartransplantation risikofrei?
Die Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff unter lokaler Betäubung und daher nie völlig risikofrei. Die meisten Menschen erleben nur leichte, vorübergehende Nebenwirkungen. Komplikationen treten häufiger auf, wenn die Krankengeschichte nicht sorgfältig überprüft wird, die Technik variiert oder die Nachsorgeanweisungen nicht befolgt werden.

Häufige kurzfristige Nebenwirkungen
Schwellung
Schwellungen treten häufig in den ersten Tagen auf der Stirn und um die Augen herum auf. Sie bessern sich in der Regel innerhalb weniger Tage und klingen bei den meisten Patienten nach etwa einer Woche ab. Schlafen mit erhöhtem Kopf, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und kalte Kompressen gemäß den Anweisungen können helfen.
Leichte Blutungen und Nässen
Eine geringe Menge an Blutungen oder Nässen kann während der Entnahme und Implantation auftreten. Dies wird normalerweise während des Eingriffs kontrolliert und bessert sich schnell danach. Wenn die Blutung anhält oder zunimmt, wenden Sie sich an Ihre Klinik, um Anweisungen zu erhalten.
Taubheitsgefühl oder Kribbeln
Vorübergehende Taubheit oder Kribbeln im Spender- oder Empfängerbereich kann auftreten, wenn Nervenenden während der Operation gereizt werden. Das Gefühl kehrt in der Regel im Laufe der folgenden Wochen allmählich zurück. Anhaltende oder sich verschlimmernde Taubheit sollte mit dem medizinischen Team besprochen werden.
Seltener auftretende Komplikationen, die ärztliche Hilfe erfordern
Infektion
Infektionen sind selten, können aber auftreten, wenn Bakterien in die heilenden Bereiche eindringen oder wenn die Hygiene nach dem Eingriff unzureichend ist. Warnzeichen sind zunehmende Schmerzen, Wärme, sich ausbreitende Rötung, eitriger Ausfluss oder Fieber. Eine frühzeitige Behandlung schützt die Heilung und das Überleben der Transplantate, daher sollten Symptome sofort gemeldet werden.
Follikulitis (entzündete Haarfollikel)
Follikulitis kann wie kleine rote Beulen oder Pickel um transplantierte Haare aussehen. Sie ist oft mild und bessert sich mit angemessener Pflege der Kopfhaut, warmen Kompressen oder verordneten topischen Behandlungen. Vermeiden Sie es, an den Beulen zu drücken oder zu kratzen, da dies die Stelle reizen und die Heilung verzögern kann.

Narbenbildung und ungleichmäßiges Haarwachstum
Moderne FUE-Techniken hinterlassen in der Regel winzige punktförmige Narben, die nach der Heilung kaum sichtbar sind. Die FUT-Methode (Streifentechnik) kann eine dünne lineare Narbe am Hinterkopf hinterlassen. Ungleichmäßiges oder fleckiges Wachstum kann auftreten, wenn einige Transplantate nicht überleben. In solchen Fällen kann eine Nachbesserungssitzung in Betracht gezogen werden.
Wie man das Risiko von Komplikationen reduziert
Ihr Ergebnis und Ihre Sicherheit hängen stark von der Erfahrung des chirurgischen Teams und den Protokollen der Klinik ab. Eine gründliche Beratung sollte Ihre Krankengeschichte, Medikamente, den Zustand Ihrer Kopfhaut und realistische Erwartungen abdecken. Befolgen Sie die Anweisungen vor und nach dem Eingriff sorgfältig, einschließlich Hinweise zu Rauchen, Alkohol, Bewegung und Haarwäsche.
Während der Heilung sollten Sie das Kratzen oder Abpulen von Krusten vermeiden, direkte Sonneneinstrahlung begrenzen und die Kopfhaut wie angewiesen sauber halten. Nehmen Sie an den Nachsorgeterminen teil, damit das Team den normalen Heilungsverlauf bestätigen kann.
Wann Sie Ihre Klinik kontaktieren sollten
Kontaktieren Sie Ihre Klinik umgehend, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:
- Blutungen, die durch leichten Druck oder Ruhe nicht stoppen
- Schmerzen, die sich nach den ersten Tagen verschlimmern statt bessern
- Zunehmende Rötung, Wärme, eitriger Ausfluss oder übler Geruch
- Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Unwohlsein
- Plötzliche Schwellung, die sich ausbreitet oder das Sehvermögen beeinträchtigt

Häufig gestellte Fragen zu Komplikationen bei Haartransplantationen
Welche Vorteile hat die Kombination von PRP-Behandlung mit einer Haartransplantation?
Vorteile: schnellere Heilung, weniger Ausfall, besseres Anwachsen der Grafts, kräftigeres Haar.
Verbessert PRP die Erfolgsraten einer Haartransplantation?
PRP kann das Graftwachstum verbessern; die Evidenz bleibt gemischt.
Wann sollte PRP während des Haartransplantationsprozesses durchgeführt werden?
Während der Graftimplantation und erneut 1–3 Monate danach.
Wie viele PRP-Sitzungen werden nach einer Haartransplantation benötigt?
Üblich sind 3 Sitzungen im Abstand von etwa 4–6 Wochen.
Ist PRP-Therapie für jeden, der eine Haartransplantation erhält, notwendig?
Nein, PRP ist optional und nicht nötig für eine erfolgreiche Transplantation.