Haarausfall bei Männern: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Haarausfall ist ein häufiges Problem bei Männern und kann durch eine Vielzahl genetischer und umweltbedingter Faktoren ausgelöst werden.
Das Verständnis der Ursachen von Haarausfall ist entscheidend, um die wirksamsten Behandlungsoptionen zu bestimmen. Diese reichen von Medikamenten bis hin zu fortschrittlichen Verfahren wie der Haartransplantation.

Männlicher Haarausfall (Male Pattern Hair Loss): Was ist das?
Der männliche Haarausfall, auch bekannt als androgenetische Alopezie, ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern. Er wird in der Regel durch genetische Faktoren und die Wirkung von Androgenen (männlichen Hormonen), insbesondere Dihydrotestosteron (DHT), beeinflusst. Wenn DHT auf die Haarfollikel einwirkt, schrumpfen diese allmählich, wodurch die Haare dünner werden und schließlich ausfallen.
Ursachen des männlichen Haarausfalls
- Genetische Faktoren
Die androgenetische Alopezie ist erblich, wobei die familiäre Vorgeschichte der wichtigste Risikofaktor ist. Während oft angenommen wird, dass sie vom Vater vererbt wird, deuten Studien darauf hin, dass das Gen für den männlichen Haarausfall auf dem X-Chromosom liegt und von der Mutter stammt. - Hormonelle Veränderungen
DHT spielt eine zentrale Rolle beim männlichen Haarausfall. Es beeinflusst die Haarfollikel, wodurch diese kleiner werden und im Laufe der Zeit feinere und kürzere Haare produzieren. - Alter
Mit zunehmendem Alter tritt Haarausfall häufiger auf. Typischerweise beginnen Männer in ihren 20er- oder 30er-Jahren eine Ausdünnung und einen Rückgang des Haaransatzes zu bemerken. Bis zum 50. Lebensjahr kann der Haarausfall deutlich ausgeprägter sein.
Symptome des männlichen Haarausfalls
Der männliche Haarausfall schreitet schrittweise voran und beginnt typischerweise mit:
- Zurückweichendem Haaransatz an Schläfen und Stirn
- Ausdünnung am Oberkopf (Vertex-Bereich)
- Im Laufe der Zeit entstehen sichtbare kahle Stellen und eine Ausdünnung der Haare am gesamten Oberkopf.
Der Haarausfall beginnt meist schleichend und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Männer erleben einen schnelleren oder stärkeren Haarverlust als andere.
Weitere häufige Ursachen für Haarausfall bei Männern
- Hauterkrankungen
Erkrankungen wie Ekzeme, Psoriasis und Pilzinfektionen (z. B. Ringelflechte) können die Kopfhaut beeinträchtigen und zu Entzündungen sowie Haarausfall führen. - Medikamente
Einige Medikamente, darunter solche gegen Bluthochdruck, Akne oder im Rahmen einer Chemotherapie, können als Nebenwirkung Haarausfall oder Haarverdünnung verursachen. - Nährstoffmängel
Ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen wie Biotin, Vitamin D, Eisen und Zink kann die Haarfollikel schwächen und Haarausfall begünstigen. Eine ausgewogene Ernährung und gezielte Supplementierung können helfen, dies zu verhindern oder zu reduzieren. - Stress
Körperlicher oder emotionaler Stress kann zu einer Form des Haarausfalls führen, die als telogenes Effluvium bezeichnet wird. Dabei fallen die Haare schneller als gewöhnlich aus. - Belastende Haarpflege
Übermäßiger Einsatz von Hitzestyling-Geräten, aggressive Chemikalien und sehr straffe Frisuren (z. B. Zöpfe oder Pferdeschwänze) können die Haarfollikel mechanisch schädigen und eine sogenannte Traktionsalopezie verursachen.

Wie kann man Haarausfall bei Männern vorbeugen und behandeln?
Lebensstiländerungen und Prävention
- Ernährungsanpassungen
Die Aufnahme wichtiger Nährstoffe unterstützt gesundes Haarwachstum. Vitamine wie Biotin, Zink und Omega-3-Fettsäuren sind besonders vorteilhaft. - Stressmanagement
Stressreduktion durch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder regelmäßige Bewegung kann stressbedingtem Haarausfall entgegenwirken. - Schonende Haarpflege
Vermeiden Sie übermäßige Hitze und aggressive Haarpflegeprodukte. Verwenden Sie milde Shampoos und Conditioner, die zu Ihrem Haartyp passen.
Medizinische Behandlungen
- Minoxidil (Rogaine)
Eine äußerlich anzuwendende Lösung, die das Haarwachstum stimulieren kann. Sie ist von der FDA für Männer und Frauen zugelassen und fördert die Durchblutung der Haarfollikel. - Finasterid (Propecia)
Ein orales Medikament, das die Umwandlung von Testosteron in DHT blockiert und so Haarausfall reduziert sowie das Nachwachsen fördert. Die Anwendung sollte aufgrund möglicher Nebenwirkungen unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. - PRP-Therapie (Plättchenreiches Plasma)
Bei dieser Behandlung wird das eigene Blutplasma des Patienten in die Kopfhaut injiziert, um das Haarwachstum anzuregen.
Chirurgische Behandlungen
- Haartransplantation
Die dauerhafteste und effektivste Behandlung der androgenetischen Alopezie ist die Haartransplantation. Mit modernen Techniken wie FUE (Follicular Unit Extraction) oder DHI (Direct Hair Implantation) werden Haarfollikel aus gesunden Spenderbereichen in lichte oder kahle Zonen verpflanzt. Diese Methoden liefern natürliche Ergebnisse bei minimaler Belastung.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn Sie einen deutlichen Haarverlust oder eine starke Ausdünnung bemerken – insbesondere bei plötzlichem Auftreten oder familiärer Häufung –, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Eine frühzeitige Behandlung kann das Fortschreiten verlangsamen und die Erfolgsaussichten deutlich verbessern, vor allem bei androgenetischer Alopezie.
Häufig gestellte Fragen
Was verursacht Haarausfall bei Männern?
Haarausfall bei Männern wird häufig durch genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen, Stress, schlechte Ernährung oder medizinische Erkrankungen verursacht.
Wie kann ich Haarausfall vorbeugen?
Vorbeugende Maßnahmen umfassen eine ausgewogene Ernährung, Stressbewältigung, sanfte Haarpflege sowie frühzeitige medizinische Behandlungen wie Minoxidil oder Finasterid.
Ist Haarausfall bei Männern dauerhaft?
Unbehandelt kann Haarausfall dauerhaft werden. Eine frühzeitige Intervention mit Medikamenten oder einer Haartransplantation kann jedoch wirksame Lösungen bieten.
Wann beginnt der männliche Haarausfall?
Der männliche Haarausfall beginnt häufig im Alter zwischen 20 und 30 Jahren und schreitet allmählich fort.
Was sind die besten Behandlungen bei männlichem Haarausfall?
Zu den wirksamsten Behandlungen zählen Medikamente wie Minoxidil und Finasterid, die PRP-Therapie sowie die Haartransplantation als dauerhafte Lösung.