
Was ist Tinea capitis und wie kann sie behandelt werden?
Tinea capitis ist eine ansteckende Pilzinfektion der Kopfhaut, die Schuppung, Juckreiz und fleckenweisen Haarausfall verursacht.
Sie betrifft hauptsächlich Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Bei früher Diagnose und geeigneter antimykotischer Behandlung ist die Infektion in der Regel heilbar, und das Haar wächst oft vollständig nach.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Tinea capitis?
Tinea capitis, umgangssprachlich als Kopfhautringwurm bezeichnet, ist eine dermatophytenbedingte Pilzinfektion, die die Kopfhaut und Haarschäfte befällt. Trotz des Namens wird sie nicht durch Würmer verursacht.
Die verantwortlichen Pilze ernähren sich von Keratin in Haaren und Haut. Ohne Behandlung kann sich die Infektion ausbreiten, die Entzündung verschlimmern und das Risiko von narbenbedingtem Haarausfall erhöhen.

Was verursacht Tinea capitis?
Tinea capitis wird durch dermatophytische Pilze verursacht, am häufigsten aus den Gruppen Trichophyton und Microsporum. Diese Organismen verbreiten sich leicht in Umgebungen mit engem Kontakt.
Häufige Übertragungswege sind:
Direkter Kontakt mit einer infizierten Person oder einem Tier
Teilen persönlicher Gegenstände wie Kämme, Hüte, Handtücher oder Kissen
Kontakt mit kontaminierten Oberflächen
Kinder sind aufgrund häufigen physischen Kontakts und einer sich entwickelnden Immunabwehr anfälliger.
Häufige Symptome von Tinea capitis
Die Symptome variieren je nach Pilzstamm und Immunantwort. Typische Anzeichen sind:
Schuppige, juckende Stellen auf der Kopfhaut
Gebrochene Haare, die zu fleckenweisem Haarausfall führen
Schwarze Punkte, wo Haare auf Hautniveau gebrochen sind
Rötung, Schwellung oder Krustenbildung
In schwereren Fällen kann sich eine schmerzhafte Entzündungsreaktion entwickeln, die als Kerion bekannt ist. Dies kann Eiter absondern und unbehandelt zu dauerhaften Narben führen.
Wie wird Tinea capitis diagnostiziert?
Die Diagnose wird in der Regel von einem Dermatologen durch klinische Untersuchung gestellt. Zur Bestätigung der Infektion und Identifizierung des Pilzes können zusätzliche Tests eingesetzt werden.
Dazu gehören mikroskopische Analysen von Haar‑ oder Hautproben, Pilzkulturen oder die Untersuchung mit einer Wood‑Lampe, die bei bestimmten Pilzarten Fluoreszenz zeigen kann.

Behandlungsoptionen für Tinea capitis
Da der Pilz die Haarfollikel unter der Haut infiziert, sind allein äußerliche Behandlungen nicht ausreichend. Es wird eine orale antimykotische Medikation benötigt.
Häufige Behandlungsoptionen umfassen:
Griseofulvin, typischerweise sechs bis acht Wochen angewendet
Terbinafin, oft wirksam mit kürzerer Behandlungsdauer
Itraconazol oder Fluconazol in resistenten Fällen
Medikamentöse Shampoos mit Ketoconazol oder Selensulfid werden oft zusammen mit oralen Medikamenten verwendet, um die oberflächliche Pilzlast zu reduzieren und die Ausbreitung zu begrenzen.
Wächst das Haar nach Tinea capitis wieder?
In den meisten Fällen ja. Das Haar wächst normalerweise wieder, sobald die Infektion vollständig behandelt ist und die Entzündung abgeklungen ist.
Dauerhafter Haarausfall ist selten, kann aber auftreten, wenn sich schwere Entzündungen oder Narben bilden, insbesondere bei unbehandelter Kerion‑Entwicklung.
Wie kann man Tinea capitis verhindern?
Vorbeugende Maßnahmen sind besonders in Haushalten und Schulen wichtig. Zu den wichtigsten Schritten gehören:
Vermeiden Sie das Teilen von Haarwerkzeugen, Hüten oder Bettwäsche
Waschen Sie Kleidung und Bettwäsche regelmäßig
Überprüfen Sie Haustiere auf Anzeichen einer Pilzinfektion
Fördern Sie bei Kindern konsequente Hygienepraktiken
Die frühzeitige Behandlung infizierter Personen hilft, die Übertragung zu reduzieren.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Eine medizinische Abklärung wird empfohlen, wenn Juckreiz der Kopfhaut, Schuppung oder fleckenweiser Haarausfall auftritt, insbesondere bei Kindern. Eine schnelle Behandlung verringert das Risiko von Komplikationen und Ausbreitung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Behandlung für Tinea capitis?
Orales Terbinafin oder Griseofulvin 6–12 Wochen, plus Antimykotikum-Shampoo als Zusatz.
Wie bekommt man Tinea capitis?
Ansteckung über infizierte Menschen, Tiere oder kontaminierte Kämme, Mützen, Bettwäsche, Flächen.
Was tötet Kopfhautpilz am schnellsten?
Am schnellsten wirken orale Antimykotika; Shampoos reduzieren Ausbreitung, heilen aber nicht sofort.
Wie wird Tinea capitis in der Schwangerschaft behandelt?
Bevorzugt Antimykotika-Shampoos und Hygiene; Griseofulvin meiden; orale Therapie nur fachärztlich.
Was tötet Tinea capitis auf natürliche Weise?
Keine verlässliche natürliche Heilung; unbehandelte Tinea capitis braucht meist orale Antimykotika.