Shock Loss nach einer Haartransplantation
Shock Loss (Schockausfall) ist ein vorübergehender Haarausfall, der nach einer Haartransplantation auftreten kann – meist in den ersten Wochen. Die ausfallenden Haare sind in der Regel nur die sichtbaren Haarschäfte, während die Follikel unter der Haut verbleiben und später neues Wachstum starten. Erste sichtbare Ergebnisse zeigen sich oft ab Monat 3–4 und verbessern sich in den darauffolgenden Monaten stetig.
Was ist Shock Loss nach einer Haartransplantation?
Shock Loss ist eine temporäre Ausfallphase, die sowohl transplantiertes Haar als auch umliegendes natürliches Haar betreffen kann. Sie entsteht, weil die Kopfhaut durch den Eingriff belastet wurde und einige Follikel kurzzeitig in eine Ruhephase übergehen. Medizinisch wird dies oft als Form des telogenen Effluviums durch chirurgischen Stress beschrieben.
Wichtig: Der Haarausfall wirkt dramatisch, bedeutet aber in der Regel nicht, dass die Transplantation fehlgeschlagen ist.

Warum tritt Shock Loss auf?
Bei einer Haartransplantation werden Grafts entnommen und Empfangsstellen erstellt – das kann kurzfristige Entzündungen und Veränderungen der lokalen Durchblutung verursachen. Dieser Stress versetzt manche Follikel in eine Ruhephase (Telogen), was zum Ausfall des sichtbaren Haares führt. Sobald sich die Kopfhaut beruhigt hat, treten die Follikel wieder in den Wachstumszyklus ein.
Shock Loss ist individuell unterschiedlich – bei manchen ist der Ausfall kaum sichtbar, bei anderen entsteht vorübergehend ein deutlich „dünner“ Eindruck.
Wann beginnt der Shock Loss?
Die meisten Patienten bemerken Shock Loss etwa 2–6 Wochen nach dem Eingriff, wobei die Zeitspanne je nach Heilungsverlauf und individuellem Haarzyklus auch bis zu 8 Wochen betragen kann.
Wie lange dauert Shock Loss?
Der Ausfall selbst dauert meist nur wenige Wochen, aber das Warten auf neues Wachstum kann sich länger anfühlen, da die Follikel eine Ruhephase durchlaufen. Viele Patienten sehen ab Monat 3–4 erste neue Haare, mit zunehmender Dichte in den Folgemonaten.
Das endgültige Ergebnis entwickelt sich schrittweise – bei vielen verbessert sich Dichte und Textur auch lange nach Beginn des Nachwuchses.

Bedeutet Shock Loss, dass die Grafts ausgefallen sind?
In den meisten Fällen: Nein.
Meist fällt nur der Haarschaft aus – die Wurzel (Follikel) bleibt unter der Haut erhalten und produziert später ein neues Haar. Daher gilt Shock Loss als normaler Teil des Heilungsverlaufs – nicht als Anzeichen für Graft-Verlust.
Was Sie zur Unterstützung der Erholung tun können
Halten Sie sich in den ersten Wochen genau an den Nachsorgeplan Ihrer Klinik.
- Waschen Sie vorsichtig – kein kräftiges Reiben oder Kratzen.
- Vermeiden Sie enge Mützen oder Reibung im Empfängerbereich in der Anfangszeit.
- Pausieren Sie anstrengenden Sport, bis Ihr Arzt grünes Licht gibt – Schweiß und Reibung können die Heilung stören.
- Verwenden Sie Minoxidil oder andere Mittel nur nach Freigabe Ihrer Klinik – der Zeitpunkt ist individuell.
Wenn Sie unsicher sind, ob der Haarausfall normal ist, kann ein kurzes Update mit Fotos bei Ihrer Klinik viel Stress ersparen.
Wann Sie Ihre Klinik kontaktieren sollten
Melden Sie sich umgehend, wenn Sie Folgendes bemerken:
- Zunehmende Rötung, Wärme, Schwellung oder stärkere Schmerzen
- Eitriger Ausfluss, starke Krustenbildung oder unangenehmer Geruch
- Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl
- Plötzlicher, fleckiger Ausfall mit deutlicher Kopfhautschmerzen
Diese Anzeichen bedeuten nicht automatisch etwas Ernstes – sollten aber professionell abgeklärt werden.
FAQ
Ist Shock Loss beängstigend?
Shock Loss kann verunsichern, ist aber meist vorübergehend. Die Follikel bleiben in der Regel erhalten und beginnen nach der Ruhephase erneut zu wachsen.
Wie viel Haar kann beim Shock Loss ausfallen?
Das Spektrum reicht von leichtem Ausfall bis zu deutlich sichtbarer Ausdünnung. Manche Patienten empfinden es, als würden „alle“ transplantierten Haare ausgefallen sein – insbesondere in der Phase der geringsten Dichte.
Wann wachsen nach dem Shock Loss neue Haare?
Neues Wachstum ist meist ab Monat 3–4 sichtbar und nimmt in den Folgemonaten an Fülle zu.
Kann Shock Loss auch bestehendes Haar betreffen?
Ja – bei manchen kommt es auch im umliegenden, natürlichen Haar zu Ausfall – besonders, wenn dieses bereits geschwächt oder miniaturisiert war.