Ekzem, Psoriasis und Haarausfall
Ekzeme und Psoriasis sind zwei häufige Hauterkrankungen, die die Kopfhaut befallen können und zu Beschwerden, Reizungen und in manchen Fällen zu Haarausfall führen. Diese Erkrankungen verursachen zwar nicht direkt dauerhaften Haarausfall, aber die damit einhergehenden Entzündungen, Juckreiz und Schuppenbildung können zu vorübergehendem Haarausfall beitragen. Wenn man versteht, wie Ekzeme und Psoriasis die Kopfhaut beeinträchtigen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, kann man die Symptome besser in den Griff bekommen und Haarausfall vorbeugen.

Wie Ekzeme die Kopfhaut und den Haarausfall beeinflussen
Ekzeme, auch bekannt als atopische Dermatitis, sind eine chronische Hauterkrankung, die Rötungen, Juckreiz und Trockenheit verursacht. Wenn sie die Kopfhaut befallen, können sie zu Reizungen und Schuppenbildung führen, ähnlich wie bei Schuppen, jedoch oft in schwererer Form.
Entzündungen und Juckreiz – Ständiges Kratzen aufgrund von Reizungen kann die Haarfollikel schwächen, was zu Haarbruch und vermehrtem Haarausfall führt.
Trockenheit und Schuppenbildung – Eine trockene, schuppige Kopfhaut kann den natürlichen Haarwachstumszyklus stören, wodurch das Haar spröder wird und leichter ausfällt.
Sekundärinfektionen – Offene Wunden durch übermäßiges Kratzen können zu Infektionen führen und die Haarfollikel weiter schädigen.
Während Haarausfall aufgrund von Ekzemen in der Regel nur vorübergehend ist, kann eine langfristige Entzündung ohne angemessene Behandlung das Nachwachsen der Haare beeinträchtigen.

Psoriasis und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Haare
Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer raschen Vermehrung der Hautzellen führt, wodurch dicke, schuppige Flecken entstehen, die als Plaques bezeichnet werden. Wenn Psoriasis die Kopfhaut befällt, kann dies zu erheblichen Reizungen und Beschwerden führen.
Plaque-Bildung – Dicke Plaques auf der Kopfhaut können die Haarfollikel verstopfen, das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Haarausfall führen.
Entzündung – Chronische Entzündungen schwächen die Haarfollikel mit der Zeit und erschweren das Wachstum neuer Haare.
Haarbruch – Die starren Plaques können dazu führen, dass das Haar spröde wird und leicht bricht.
Psoriasis der Kopfhaut führt nicht direkt zu dauerhaftem Haarausfall, aber anhaltende Entzündungen und Reizungen können zu vorübergehendem Haarausfall beitragen. Die richtige Behandlung der Symptome ist für die Erhaltung der Haargesundheit unerlässlich.

Behandlung von Haarausfall aufgrund von Ekzemen und Psoriasis
Eine wirksame Behandlung von Ekzemen und Psoriasis kann Haarausfall vorbeugen und zu einer gesünderen Kopfhaut beitragen. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:
Medizinische Shampoos – Inhaltsstoffe wie Steinkohlenteer, Salicylsäure und Ketoconazol können Entzündungen und Schuppenbildung reduzieren.
Topische Steroide – Verschreibungspflichtige Kortikosteroid-Cremes oder -Salben können Entzündungen und Juckreiz lindern.
Befeuchtung der Kopfhaut – Die Versorgung der Kopfhaut mit Feuchtigkeit durch sanfte, parfümfreie Öle und Lotionen kann übermäßige Trockenheit verhindern.
Vermeidung von Reizstoffen – Aggressive Haarpflegeprodukte, Hitze beim Styling und übermäßiges Waschen können die Symptome verschlimmern.
Lichttherapie (Phototherapie) – UV-Lichtbehandlungen können dazu beitragen, Psoriasis-Symptome zu lindern und die Gesundheit der Kopfhaut zu verbessern.

Kann Haar nach Ekzemen oder Psoriasis wieder nachwachsen?
In den meisten Fällen wachsen Haare, die aufgrund von Ekzemen oder Psoriasis ausgefallen sind, wieder nach, sobald die zugrunde liegende Erkrankung wirksam behandelt wird. Eine langfristig unbehandelte Entzündung kann jedoch zu Narbenbildung führen, die in schweren Fällen das Nachwachsen beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Behandlung und die richtige Pflege der Kopfhaut sind unerlässlich, um langfristigen Haarausfall zu verhindern.
Wann sollte man eine Haartransplantation in Betracht ziehen?
Wenn Ekzeme oder Psoriasis im Laufe der Zeit zu einem erheblichen Haarausfall geführt haben und das Haar trotz Behandlung nicht nachwächst, kann eine Haartransplantation eine Option sein. Die Follicular Unit Extraction (FUE) und die Direct Hair Implantation (DHI) sind beliebte Verfahren, bei denen verlorenes Haar durch die Transplantation gesunder Follikel in die betroffenen Bereiche wiederhergestellt wird. Personen mit aktiven Kopfhauterkrankungen sollten sich jedoch zunächst auf die Bekämpfung der Entzündung konzentrieren, bevor sie eine Haartransplantation in Betracht ziehen.