
Was ist Finasterid-Shedding?
Finasterid-Shedding ist ein vorübergehender Anstieg des Haarausfalls, der nach Beginn einer Finasterid-Behandlung auftreten kann.
Auch wenn dies beunruhigend wirken kann, ist diese Ausfallphase in der Regel ein normaler und kurzzeitiger Teil der Wirkungsweise des Medikaments und signalisiert häufig, dass sich der Haarwachstumszyklus neu einstellt.
Was ist Finasterid?
Finasterid ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von androgenetischer Alopezie (männlicher Haarausfall) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt wird.
Es wirkt, indem es das Enzym 5-Alpha-Reduktase hemmt, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. DHT ist das Hormon, das bei genetisch veranlagten Personen für das Schrumpfen der Haarfollikel und die Verkürzung des Haarwachstumszyklus verantwortlich ist.
Durch die Senkung des DHT-Spiegels hilft Finasterid, den Haarausfall zu verlangsamen und in manchen Fällen bei konsequenter Anwendung auch das Nachwachsen der Haare zu unterstützen.

Wer kann Finasterid anwenden?
Finasterid ist für erwachsene Männer mit männlichem Haarausfall oder Prostatavergrößerung zugelassen.
Es wird nicht für Frauen oder Kinder empfohlen. Schwangere Frauen sollten niemals zerbrochene oder zerkleinerte Tabletten anfassen, da Finasterid Entwicklungsstörungen bei männlichen Föten verursachen kann.
Vor Beginn der Behandlung ist eine ärztliche Beratung unerlässlich, um die Eignung zu prüfen und mögliche Nebenwirkungen zu besprechen.
Was ist Finasterid-Shedding?
Unter Finasterid-Shedding versteht man einen vorübergehenden Anstieg des Haarausfalls, den manche Anwender kurz nach Beginn der Behandlung bemerken.
Dies geschieht, weil Finasterid den Haarwachstumszyklus verändert: Schwächere Haare fallen aus, damit sie durch stärkere und gesündere ersetzt werden können. Dadurch kann das Haar zunächst dünner wirken, bevor eine Verbesserung eintritt.

Warum verursacht Finasterid Shedding?
Von DHT betroffene Haarfollikel produzieren häufig dünne und geschwächte Haare. Wenn Finasterid den DHT-Spiegel senkt, werden diese beeinträchtigten Haare aus dem Wachstumszyklus verdrängt.
So können die Follikel eine gesündere Wachstumsphase neu beginnen. Das Shedding ist Teil dieses Übergangs und bedeutet kein Versagen der Behandlung.
Wie lange dauert Finasterid-Shedding?
In den meisten Fällen dauert das Finasterid-Shedding zwischen zwei und drei Monaten.
Danach lässt der Haarausfall in der Regel nach, und die Haardichte kann sich allmählich verbessern. Sichtbare Ergebnisse benötigen oft sechs bis zwölf Monate konsequenter Anwendung.
Was Sie während der Shedding-Phase bemerken können
Häufige Beobachtungen sind:
Verstärkter Haarausfall beim Waschen oder Stylen
Ein vorübergehend ausgedünntes Erscheinungsbild
Allmähliche Stabilisierung mit anschließendem Nachwachsen
Der Prozess kann ungleichmäßig verlaufen, wobei manche Bereiche stärker betroffen sind als andere.

Wie man mit Finasterid-Shedding umgeht
Geduld ist entscheidend. Das Absetzen des Medikaments während der Shedding-Phase kann den Fortschritt unterbrechen.
Hilfreiche Maßnahmen sind:
Finasterid weiterhin wie verordnet einnehmen
Sanfte Haarpflegeprodukte verwenden
Übermäßige Hitze oder Zugbelastung vermeiden
Einen Arzt konsultieren, wenn das Shedding länger als drei Monate anhält

Erlebt jeder Finasterid-Shedding?
Nein. Manche Menschen bemerken ein deutliches Shedding, andere hingegen nicht.
Die Wahrscheinlichkeit hängt von Faktoren wie dem Stadium des Haarausfalls, der individuellen Empfindlichkeit der Follikel gegenüber DHT und der Anzahl geschwächter Haare zu Beginn der Behandlung ab.
Ist Finasterid-Shedding ein gutes Zeichen?
In vielen Fällen ja. Shedding deutet oft darauf hin, dass Finasterid aktiv in den Haarzyklus eingreift.
Auch wenn nicht jeder, der von Finasterid profitiert, ein Shedding erlebt, bedeutet dessen Auftreten nicht, dass die Behandlung wirkungslos ist.

Häufige Mythen über Finasterid-Shedding
Mythos: Shedding bedeutet, dass Finasterid nicht wirkt
Fakt: Shedding ist oft Teil der Behandlungsreaktion
Mythos: Während des Sheddings verlorenes Haar ist dauerhaft verloren
Fakt: Ausgefallene Haare werden in der Regel mit der Zeit durch stärkere ersetzt
Alternativen, wenn Finasterid nicht geeignet ist
Für Personen, die Finasterid nicht vertragen oder Alternativen bevorzugen, kommen unter anderem infrage:
Topische Haarwuchsmittel
Ernährungsunterstützung unter ärztlicher Anleitung
Plättchenbasierte Therapien für die Kopfhaut
Nicht-hormonelle Strategien zur Haarrestauration
Ein Facharzt kann helfen, den am besten geeigneten Ansatz zu bestimmen.

Häufig gestellte Fragen
Kann Finasterid mehr als eine Shedding-Phase verursachen?
Das ist selten, aber möglich, insbesondere bei deutlichen Veränderungen im Haarwachstumszyklus.
Wann sollte Shedding Anlass zur Sorge geben?
Wenn der Haarausfall länger als drei Monate anhält oder zu einer schnellen, sichtbaren Ausdünnung führt, wird eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Kann man Shedding verhindern?
Shedding lässt sich nicht vollständig vermeiden, doch eine konsequente Behandlung und schonende Haarpflege können die Belastung der Haare reduzieren.